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Artikel 6


1 Die Deutsche Demokratische Republik hat getreu den Interessen des Volkes und den internationalen Verpflichtungen auf ihrem Gebiet den deutschen Militarismus und Nazismus ausgerottet. Sie betreibt eine dem Sozialismus und dem Frieden, der Völkerverständigung und der Sicherheit dienende Außenpolitik.


2 Die Deutsche Demokratische Republik ist für immer und unwiderruflich mit der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken verbündet. Das enge und brüderliche Bündnis mit ihr garantiert dem Volk der Deutschen Demokratischen Republik das weitere Voranschreiten auf dem Wege des Sozialismus und des Friedens.

Die Deutsche Demokratische Republik ist untrennbarer Bestandteil der sozialistischen Staatengemeinschaft. Sie trägt getreu den Prinzipien des sozialistischen Internationalismus zu ihrer Stärkung bei, pflegt und entwickelt die Freundschaft, die allseitige Zusammenarbeit und den gegenseitigen Bestand mit allen Staaten der sozialistischen Gemeinschaft.


3 Die Deutsche Demokratische Republik unterstützt die Staaten und Völker, die gegen den Imperialismus und sein Kolonialregime, für nationale Freiheit und Unabhängigkeit kämpfen, in ihrem Ringen um gesellschaftlichen Fortschritt. Die Deutsche Demokratische Republik tritt für die Verwirklichung der Prinzipien der friedlichen Koexistenz von Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung ein und pflegt auf der Grundlage der Gleichberechtigung und gegenseitigen Achtung die Zusammenarbeit mit allen Staaten.


4 Die Deutsche Demokratische Republik setzt sich für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, für eine stabile Friedensordnung in der Welt und für allgemeine Abrüstung ein.


5 Militaristische und revanchistische Propaganda in jeder Form, Kriegshetze und Bekundung von Glaubens-, Rassen- und Völkerhaß werden als Verbrechen geahndet.


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Kommentar: Dieser Artikel bricht deutlich mit den Traditionen der deutschen Imperialisten. Sehr ungewöhnlich war, dass sich die DDR "für immer und unwiderruflich" an die UdSSR band. Kein Land kann vorhersehen, wie sich ein befreundeter Staat entwickelt. Ca. 6 Millionen DDR-Bürger waren freiwillig Mitglied der DSF (Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft). Mit Glasnost- und Perestroika von Gorbatschow stieg die Zahl der Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag betrug 1,50 M.
DDR-Kritiker behaupten, dass es in der DDR eine wirkliche Aufarbeitung der Geschichte des "Dritten Reiches" nie gegeben hätte und dass es sich bei dem Antifaschismus der DDR nur um einen staatlich verordneten Antifaschismus gehandelt habe. Wir ihr seht, wurden in der DDR gemäß Artikel 6, 5. Absatz der Verfassung militaristische und revanchistische Propaganda in jeder Form als Verbrechen geahndet. Ich meine, lieber einen staatlich verordneten als gar keinen Antifaschismus. In der DDR gab es keine Aufmärsche von Neonazis. Auch gab es keine fragwürdigen Urteile, wonach die Parole "Ruhm und Ehre der Waffen-SS!" unter einem Aufruf zu einer Protestdemonstration der rechtsextremen Szene in der BRD straffrei bleibt, weil dies keine aktiv kämpferische Tendenz gegen die freiheitliche Grundordnung aufweise und nicht auf die Fortsetzung der Bestrebungen der ehemaligen nationalsozialistischen Organisationen gerichtet sei. Siehe BGH, Urt. v. 28.07.2005- 3 StR 60/05 (LG Karlsruhe).


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