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Flipper

Zu Weihnachten 2009 geschah es, dass ich einen Gottlieb-Flipper "Royal-Flush-Deluxe" (game #681) geschenkt bekam. Ich hatte nie zuvor mit einem Flipper zu tun, so dass ich zunächst Bedenken hatte, den Flipper zum Leben erwecken zu können. Nach dem Motto „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör!“ begann ich, die Funktion des Flippers zu erschließen. Ich hatte Glück, dass dem Flipper eine vollständige Dokumentation beilag. Nach dem Einschalten des Flippers bemerkte ich, dass das Spiel nicht startete und die Anzeigen Unsinn zeigten. Mit dem Wissen von http://www.pinrepair.com/sys80/index1.htm begab ich mich auf Fehlersuche. Im Einzelnen war folgendes zu tun:
1. Der Netzeinschalter war überbrückt/defekt und musste ersetzt werden.
2. Auf der Türinnenseite habe ich eine fehlende Testtaste eingebaut.
3. In der Konsole erneuerte ich vorsorglich den orangenen Ladeelko C1 (6800uF).
4. Auf der Netzteilkarte A2 war eine Z-Diode CR7 (8,2V) abgeraucht, welche ich erneuerte, wobei R10 durch 680 Ohm ersetzt wurde.
5. Die Puffer-Batterie (VB 3,6V) auf der Steuerplatine A1 habe ich wegen Auslaufgefahr entfernt und durch 3 x AA-Batterien und eine Diode ersetzt.
6. Auf der Steuerplatine A1 habe ich eine sogenannte "Slam Switch Modification" nach pinrepair.com gemacht.
7. Auf der Steuerplatine A1 musste ich leider feststellen, dass an U1, Pin 4 das IRQ-Signal nicht i.O. war und dass die Adress- und Datensignalleitungen keinen Signalwechsel zeigten.
Hier benötigte ich Fremdhilfe durch Ralf (http://www.flipperkeller.de/index_d.html). Ralf ist ein hilfsbereiter Mensch und ein wirklicher Kenner von Gottlieb-Flippern. Ralf stellte fest, dass einer der ROMs U2 oder U3 (2332A) defekt war. Ralf behob den Fehler, indem er einen 2764er EPROM mit einem von ihm entwickelten Adapter einsetzte.
8. Nach der Reparatur der Platine A1 funktionierte der Flipper. Mittels des Selbst-Diagnose-Modus konnte ich defekte Schaltkontakte und Lämpchen identifizieren und reparieren. Bei den Schaltkontakten musste ggf. die Masseverbindung nachgelötet oder die Kontakte mit feinstem Sandpapier leitend gemacht werden.
9. Auf dem Spielfeld muss ich noch einige Gummiteile erneuern, die über die Jahre porös geworden sind.

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Entsprechend der Bedienanleitung
(ca. 1,66 MB): [Gottlieb, System80a, Anleitung]
kann man an der Steuerplatine A1 und der Tonplatine A6 mittels DIP-Schiebeschaltern eine Vielzahl von Einstellungen vornehmen, um den Spielablauf wie gewünscht voreinzustellen. Die nachfolgenden Bilder zeigen das Anzeigefeld, das Innenleben des Lichtkastens, die von Ralf erledigte Änderung an der Steuerplatine A1 und einen Blick auf die Unterseite des Spielfeldes.

Gottlieb Royalflush, Anzeige

Gottlieb, 681a, Lichtkasten, Platinen

Gottlieb, 681A, A1, U2/U3, Änderung

Gottlieb, 681a, Spielfeld, unten

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2013-12-14

© 2010-2013, Roland Pudimat